Mitteilung des Shin Bet

Die Zahlen der Terroranschläge gegen Israel

Shin Bet: 2003 Zahl der Terroranschläge gegen Israel deutlich gesunken
In Folge des anhaltenden israelischen Kampfes gegen die palästinensischen Terrornetzwerke ist die Zahl der Terroranschläge auf israelische Ziele im Jahr 2003 im Vergleich zum Vorjahr um 30% zurückgegangen. Die Zahl der Todesopfer nahm um mehr als 50% ab. Das geht aus einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht des israelischen Sicherheitsdienstes (Shin Bet) hervor. Insgesamt wurden 2003 213 Israelis durch Terroranschläge getötet, davon 50 Sicherheitskräfte. Die Zahl der Terrorwarnungen blieb hingegen konstant. Durchschnittlich lagen bei den Sicherheitsbehörden pro Tag 40 Informationen über mögliche Anschläge vor. „Man darf sich nicht dem falschen Eindruck hingeben, die Palästinenser hätten ihre Terrorkampagne gegen Israel aufgegeben“, so David Baker, Sicherheitsexperte im Büro des Ministerpräsidenten, „zum Glück haben israelische Sicherheitskräfte die überwiegende Zahl der geplanten Anschläge vereiteln können“.

Bild: IDF

Die Experten betonten, dass sich die Terrororganisationen jetzt mehr und mehr auf neue Rekrutierungsmethoden konzentrierten, dazu gehört die Rekrutierung von Attentätern mit ausländischen Pässen, aber auch der Gebrauch von Tieren. Zunehmend werden Frauen zu Selbstmordattentaten herangezogen. Durch den Sicherheitszaun zur West Bank ist es Selbstmordattentätern schwerer gefallen, auf israelisches Gebiet vorzudringen, einige waren gezwungen weite Umwege zu nehmen und konnten auf diese Weise von Sicherheitskräften leichter verhaftet werden. Das Bild zeigt zwei mit Sprengstoff gefüllte Basketbälle, die israelische Soldaten bei einem Einsatz vor wenigen Wochen im Westjordanland sicherstellen konnten.

Verteidigungsminister Shaul Mofas ordnete am Donnerstag die Postierung hoher Offiziere an israelischen Straßensperren im Westjordanland und im Gazastreifen an. Außerdem sollen verstärkt arabisch sprechende Soldaten an den Kontrollpunkten Stellung beziehen, um die Kommunikation mit der palästinensischen Bevölkerung zu verbessern und eventuelle Zwischenfälle durch sprachliche Missverständnisse zu vermeiden. Zuvor hatten Abgeordnete der Knesset die Situation an den Straßensperren stark kritisiert und sich sogar für eine Interventionstruppe von Parlamentsmitgliedern ausgesprochen, die durch Spontanbesuche zwischen den Soldaten und der Bevölkerung vermitteln soll.

Am Freitagmorgen, dem 09.01.2003, ist die Armee nach Jenin, Westjordanland, vorgerückt, um nach mutmaßlichen Terroristen und Waffen zu suchen. Mindestens 15 verdächtige Palästinenser wurden vorläufig festgenommen. Am Donnerstag Nachmittag hat eine Spezialeinheit der IDF in der Stadt einen Kommandeur der Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden, Assad Halija, überwältigt und festgenommen. Als Halija zu fliehen versuchte, feuerten die Soldaten Schüsse ab. Dabei wurde Halija getötet. Bereits am Dienstag verhafteten Armeeeinheiten in Jenin Muntasar Abu Alayun der Al Aqsa Märtyrer Brigaden. Der Mann führte Befehle des Kommandeurs der Fatah-Brigaden, Zacharia Zabidi, in der Gegend von Jenin aus. Nach Armeeangaben plante Muntasar mehrere Terroranschläge und hat die Entsendung zahlreicher Terroristen zu verantworten. (Ha’aretz)

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