Mossad sucht Mitarbeiter

über Internet

Der Mossad hat erstmals eine permanente Internetseite eingerichtet. Der israelische Auslandsgeheimdienst informiert dort nicht nur über seine Geschichte, sondern sucht auch nach Mitarbeitern.

Der Besucher der Seite wird mit einem Bibelwort aus den Sprüchen Salomons begrüßt. "Wo nicht weiser Rat ist, da geht das Volk unter; wo aber viele Ratgeber sind, findet sich Hilfe", heißt es dort.

In einem persönlichen Wort informiert Mossad-Direktor Meir Dagan über den Dienst bei der staatlichen Institution. "Wir suchen immer die Besten. Diese Seite ist Ihre Chance", wirbt Dagan.

Unter anderen werden ein Busfahrer und ein englisch sprechender Kellner sowie Techniker und Ingenieure gesucht. Bewerbungen können direkt über ein Formular auf der Internetseite an den Mossad gesandt werden.

Bereits im September 2002 hatte der Geheimdienst auf einer für kurze Zeit eingerichteten Internetseite nach Mitarbeitern gesucht. Auch in Zeitungsanzeigen hatte der Mossad mehrmals Stellen ausgeschrieben.

Einst war der Mossad in hohem Maße auf Geheimhaltung bedacht. Nicht einmal der Name des Chefs war bekannt.

Mossad erhält Tausende Bewerbungen

Israels Auslandsgeheimdienst Mossad zeigte sich mit den Reaktionen auf seinen Internetauftritt äußerst zufrieden: In den ersten zwei Tagen riefen mehr als 350.000 Personen aus aller Welt die Seite auf.
Wie die Leiterin der Internetabteilung des Mossad, Limor Friedman, mitteilte, haben sich seit Beginn der Woche bereits mehr als 2.500 Menschen auf die ausgeschriebenen Stellenangebote beworben. Zudem hätten Tausende auf die Einladung reagiert, Hinweise und Tipps zu senden, die die Sicherheitslage des Landes betreffen.

Friedman sieht in dem Internetauftritt des Geheimdienstes nichts Besonderes: "Die Tatsache, dass wir online sind, bringt uns auf ein Level mit anderen Top-Geheimdiensten der Welt. Wir tun nichts, was andere nicht auch tun."

Einst war der Mossad in hohem Maße auf Geheimhaltung bedacht. Nicht einmal der Name des Chefs war bekannt. Bis vor drei Jahren hatte der Informationsdienst keine Bewerbungen angenommen, sondern potentielle Mitarbeiter nur von sich aus angesprochen.
Die Seite soll jedoch nicht nur der Kontaktaufnahme dienen, sondern auch das Image des Mossad aufbessern. Dieses hat in den vergangenen Jahren unter mehreren fehlgeschlagenen Aktionen gelitten. Erst im Februar wurde das Handy von Mossad-Direktor Meir Dagan aus seinem Wagen gestohlen. Es enthielt wichtige Kontakte und geheime Informationen.

Die Internetseite des Mossad finden Sie unter www.mossad.gov.il.

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