Botschafter Shimon Stein

Chance für Aufnahme neuer Gespräche

Der israelische Botschafter in Deutschland, Schimon Stein

Frage: . War das gestern ein längst notwendiger Schritt, um die israelische Gesellschaft nach innen zu versöhnen..?

Antwort: Es wird behauptet, dass Frieden spaltet und Krieg einigt. Ich glaube, die Entscheidungen, die auf uns zukommen, sind durchaus schwierige Entscheidungen für die israelische Gesellschaft... (Leider wird diese) Gesellschaft auch in der Zukunft gespalten sein, und leider geben auch die palästinensischen Terroristen heute nicht die Hoffnung, dass sie die Entscheidung von gestern als eine Chance ergreifen werden, um allen zu beweisen, dass die israelische prinzipielle Entscheidung über den Rückzug auch uns auf den Weg bringen wird, die Gespräche auf der Basis der Road-Map wiederaufzunehmen. Denn eins muss klar sein: Dieser Prozess kann, soll und darf nicht vom Terror begleitet werden.

Frage: .Nun könnte man argumentieren..., Sharon sieht die enormen wirtschaftlichen Probleme Israels. Die Siedlungen kosten viel, viel Geld, das er anderswo dringend braucht. Welche Rolle spielt der finanzielle Aspekt bei diesem Rückzug?

Antwort: Der finanzielle Punkt spielt auch eine Rolle, aber es handelt sich hier um die Zukunft..., die Identität des Staates Israel. Der Ministerpräsident hat in der vorgestrigen Rede darauf hingewiesen, dass Israel als demokratischer Staat sich mit der gegenwärtigen Situation nicht langfristig auseinandersetzen kann. Insofern glaube ich, ist die historische Entscheidung gefragt, um den demokratischen und jüdischen Charakter des Staates aufrecht zu erhalten. Es war (nie) eine Luxusfrage in Israel zu leben, deshalb glaube ich, ist die finanzielle Frage eine untergeordnete Frage.

Frage: Israel schließt die Grenzen am Gaza-Streifen, wann immer es aus Gründen der Sicherheit... erforderlich erscheint. Haben Sie... eine Vision für diese Region für ein friedliches Miteinander?

Antwort: Die Vision hatten wir bereits während der neunziger Jahre. Ich glaube, kein Weg geht am Ende vorbei an einer gemeinsamen Gestaltung der Zukunft... von Israel, von Palästina, von Jordanien, von Ägypten, Syrien und Libanon. Ich glaube, diese einseitige Maßnahme ist nicht die optimale Entscheidung gewesen... Nur eine gemeinsame Zukunft und keine einseitigen Maßnahmen werden uns helfen, die Realität in dieser Region zu verändern und (uns auf die) wichtigsten Sachen für die Bevölkerung dieser Region zu konzentrieren, sei es Wasser, Umweltschutz, die wirtschaftliche Lage, die Massenvernichtungswaffen. Alle solche Entscheidungen erfordern eine regionale Antwort. Das soll der Weg der Zukunft sein.

Frage: .Mit welchem Zeitraum rechnen Sie, bis wirklich definitiv eine Entscheidung gefallen ist?

Antwort: Eine prinzipielle Entscheidung über die Räumung wird erst im Februar/März des kommenden Jahres fallen. Dann wird (nach dem) Zeitplan des Ministerpräsidenten bis September 2005, wenn alles planungsgemäß gehen soll, der entgültige Rückzug vollzogen sein.

Mit freundlicher Unterstützung

© Botschaft des Staates Israel / Abteilung Öffentlichkeitsarbeit

zum Seitenanfang

Weitere Berichte:

Wie Scharon die Rolle der EU sieht

Israel beginnt Freilassung dutzender Palästinenser

Widerstand gegen Räumungsplan und Kritik

Ziviler Widerstand gegen Rückzugsplan

Verteidigungsminister Shaul Mofaz

„2005 ist ein Jahr der großen Gelegenheit"

„Die Israelis sind flexibel“

Auf der Suche nach Ron Arad

Es kriselt mächtig

Generalstabschef räumt gravierende Fehler ein

Iran spielte Schlüsselrolle bei Flug der Drohne

Rede des Ministerpräsidenten

Botschafter Shimon Stein

„Lauf, Arik, lauf!”

Keine Schweizer Radpanzer für Israel

Umweltprojekt „Alexander-Fluss“

Soldat der IDF bei Jenin getötet

Torah-Schüler entschuldigt sich für Spuck-Attacke

Zeigen die Religiösen jetzt mehr Flexibilität?

Ministerpräsident Sharon sucht neue Koalitionspart

Das «Spiel der Wahrheit»

Koschere Handys in Israel

Eine Nation? Was für eine Nation?

Schalom

Übertritt weiterhin nur orthodox

Botschafter Stein fordert Ultimatum gegen Iran

Syrien indirekt verantwortlich für den Terror

Doppelanschlag auf Busse in Be’er Sheva

Grosse Koalition und Siedlungsexpansion

Arabische Website des Außenministeriums

Taufbecken Johannes des Täufers entdeckt?

Statt Bummeln

Fass ohne Boden?

Die Zukunft Israels ist Grün

Der hilfsbereite Pfadfinder

Sderot und die Raketen

Der Antiterrorzaun

Überleben des jüdischen Volkes

Ich bitte das Volk Israel darum,

Ein einsames Leben weit weg von Zuhause

Palästinenser in Rafah

Aus für Rüstungsgeschäfte mit dem Nahen Osten?

Wie 14 Mio. Fruchtfliegen den Frieden fördern

4.000 Raketen auf Gush Katif

Mossad sucht Mitarbeiter

Wie Jugendliche ihr Israel sehen

Zerstörung palästinensischer Gebäude

Kampf gegen den Terror

Jüdische Ethik & Macht der Bilder

Araber über arabischem Terror

Islamischer Antisemitismus

Moslems sollen sich zum Christentum bekehren

Mordechai Vanunu

Hamasführer Rantisi

Übernahmespekulation

Der Mauer-Einsturz - Warnung der Endzeit?

Schlimmer als Antisemitismus

Frage des Zauns

Es bewegt sich was

Sudan unterstützt Aliyah äthiopischer Juden

Die Lügen von Genf

Mitteilung des Shin Bet

zum Seitenanfang
Druckbare Version
Auf der Suche nach Ron Arad
Botschafter Stein fordert Ultimatum gegen Iran