Syrien nicht unterschätzen

Während in der Knesset von möglichen Szenarien eines Friedensabkommens mit Damaskus die Rede war, haben ranghohe Militärvertreter vor einer beispiellosen Aufrüstung in Syrien gewarnt. Ein Sieg in einem Krieg mit dem Nachbarn im Nordosten wäre nicht so einfach zu erringen wie manche glauben.

Syrien hat in den vergangenen Monaten die Entwicklung von Raketen intensiviert. Aus westlichen Quellen verlautet, dass Syrien zur unabhängigen Herstellung von Scud-Raketen fähig ist und 300 von diesen nördlich der entmilitarisierten Zone im syrischen Teil des Golans aufgestellt hat. Eine Division von 10 000 Mann ist verantwortlich für den Betrieb der Raketen, die eine kleine Anzahl von Scud D’s mit einer Reichweite von 700 Kilometern und der Fähigkeit zum Transport unkonventioneller Sprengköpfe beinhalten. Syrien verfügt über eine gewaltige Armee, die in 12 Divisionen unterteilt ist und bis zu 400 000 Soldaten mobilisieren kann. Seit dem Libanonkrieg hat Syrien neue Kommandoeinheiten aufgestellt. Zudem soll es die Ausbildung zum Häuser- und Guerillakampf ausgeweitet haben.

Während Ibrahim „Abe“ Suleiman - der syrische Staatsbürger, der am Donnerstag vor dem Außen- und Verteidigungsausschuss der Knesset erschien - Recht mit seiner Vorhersage haben mag, dass Frieden zwischen Israel und Syrien möglich ist, sei Krieg, so die Militärvertreter, nicht mehr länger unmöglich.

Hisbollahterroristen erhalten Raketen in Damaskus

Einige Dutzend Mitglieder der Hisbollah sind auf dem Flughafen von Damaskus damit beschäftigt, Kriegsmaterial einschließlich Raketen zu verladen, das mit Flugzeugen aus Russland angekommen ist. Die Hisbollahleute packen die Waffen auf Lastwagen, die von Damaskus zur libanesischen Grenze aufbrechen. Dies geht aus einem Geheimdienstbericht hervor, der vor kurzem nach Israel gelangt ist. Vorgestern verkündete der stellvertretende Generalsekretär der Hisbollah, Scheich Naim Kassam, in einem Interview mit der britischen Zeitung „The Guardian“, dass seine Organisation sich weiter bewaffne und nicht die Möglichkeit zu einer erneuten Auseinandersetzung mit Israel in diesem Sommer ausschließe.

Hamas rüstet den Dschihad mit Raketen aus

Wie Sicherheitsquellen am Donnerstag (12.04.) berichteten, unterstützt die Hamas die Raketenangriffe des Islamischen Dschihad auf Israel durch Aktivitäten hinter den Kulissen, die das Bewaffnen der militanten Organisation mit Kassam-Raketen beinhalten.

Die Quellen sagen weiter, dass die Hamas als zentrale Stütze der palästinensischen Terroraktivitäten gegen Israel fungiere.

Während die Hamas die Fassade der Feuerpause mit Israel im Gazastreifen aufrechterhalte, versorge sie gleichzeitig den Islamischen Dschihad mit Kassam-Raketen, mit denen die Terrororganisation israelische Städte im Süden beschießt, so die Sicherheitsquellen.

Laut denselben Quellen verfolgt die Hamas eine Strategie der Dualität, die eine Aufrechterhaltung der gegenwärtigen Situation beinhaltet, inklusive der der allgemeinen Feuerpause. Als Grundlage dieser Strategie werden andere palästinensische Terrororganisationen, ungeachtet der Feuerpause, mit gewalttätigen Aktionen gegen Israel fortfahren.
Der verstorbene ehemalige Vorsitzende der Palästinensischen Autonomiebehörde, Yassir Arafat, hat eine ähnliche Strategie in der Vergangenheit verfolgt. Auf der einen Seite verpflichtete er die PLO zur Einhaltung von Feuerpausen, auf der anderen Seite unterhielt er stets Verbindungen zu Extremisten-Organisationen, die ihre Terroraktivitäten gegen Israel fortsetzten. Israelische Geheimdienste lieferten immer wieder Beweise für diese Strategie.

Solange die Hamas mit dem Islamischen Dschihad kooperiert, sind der Wert und die Verlässlichkeit einer Feuerpause zweifelhaft, so die israelischen Sicherheitsquellen. Die Kooperation zwischen Hamas und Islamischem Dschihad beinhaltet ein Abkommen, nach dem die Hamas die Raketenangriffe auf Israel nicht nur ignoriert, sondern die Militanten auch mit Material versorgt. Es wird angenommen, dass die Hamas dem Islamischen Dschihad russische Grad-Raketen mit einer Reichweite von 16 Kilometern geliefert hat. Diese Raketenart wurde für Angriffe auf Ashkelon am 18. Juni 2006 verwendet.

Quelle: jns und Agenturen
13. April 2007

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