Israel fliegt Luftangriff in Gaza
Israelische Hubschrauber haben den Norden des Gazastreifens mit Raketen angegriffen; dabei wurden nach Krankenhausangaben ein Palästinenser getötet und zwei weitere verletzt.
Israel hat erstmals seit vier Monaten einen Angriff auf den Norden des Gazastreifens geflogen. Dabei wurde nach Krankenhausangaben ein 22-jähriger Aktivist der Demokratischen Front für die Befreiung Palästinas getötet. Zwei weitere Palästinenser seien verletzt worden. Nach Angaben von Augenzeugen feuerten Helikopter östlich des Flüchtlingslagers Dschabalija mehrere Raketen ab. In Dschenin im nördlichen Westjordanland wurde einer der von Israel meistgesuchten Männer, der örtliche Chef der El-Aksa-Brigaden, Sakaria Subeidi, verletzt.
Israelische Kampfhubschrauber feuerten palästinensischen und israelischen Angaben zufolge vor Sonnenaufgang östlich des Flüchtlingslagers Dschabalija Raketen ab, die einer Gruppe bewaffneter Männer galt. Der 22-jährige Fuad Nabil Maaruf von der Demokratischen Front für die Befreiung Palästinas wurde nach Angaben seiner Gruppe von der israelischen Armee getötet, als er mit anderen Kämpfern seiner Gruppe sowie der El-Kuds-Brigaden des Islamischen Dschihad einen Hinterhalt stellte. Augenzeugen zufolge war die israelische Armee nicht nur mit Hubschraubern im Einsatz, sondern rückte auch mit mehreren Panzern einige Meter auf das Gebiet des Gazastreifens vor.
Ein Sprecher der israelischen Armee dementierte, dass Panzer über die Grenze gerollt seien, bestätigte jedoch den Hubschrauberangriff. Der Angriff sei eine Reaktion darauf gewesen, dass bewaffnete Männer in der Nähe des Sperrwalls zwischen dem Gazastreifen und Israel einen Sprengsatz anzubringen versuchten.
Die israelische Armee hatte zuletzt am 25. November einen Luftangriff auf den Gazastreifen geflogen, bevor am folgenden Tag ein Waffenstillstand in Kraft trat. Dieser sei von palästinensischer Seite mit mehr als 40 Sprengstoffanschlägen auf die israelischen Truppen immer wieder gebrochen worden, betonte der Armeesprecher.
Israels Verteidigungsminister Amir Perez hatte der Armee die Anweisung erteilt, entschlossen gegen palästinensische Raketen- und Sprengstoffangriffe vorzugehen. Ägyptens Außenminister Ahmed Abul Gheit forderte ein sofortiges Ende der Angriffe. Die Palästinenser forderte er auf, auf den Abschuss von Raketen und andere Angriffe zu verzichten.
Subeidi sei bei einer israelischen Angriff von einer Kugel an der Schulter getroffen worden, verlautete aus dem Umfeld der El-Aksa-Brigaden, die der Fatah von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas nahstehen. Israelische Truppen hätten Subeidi mit ihrer "gezielten Operation" töten wollen.
UN besorgt über Waffenschmuggel
Frankreich hat im Weltsicherheitsrat einen Entwurf für eine Erklärung eingebracht, die ernste Sorge über zunehmende Hinweise auf Waffenschmuggel in den Libanon zum Ausdruck bringt. Syrien und Iran werden aufgefordert, ihre Grenzen besser zu überwachen. Grundlage der geplanten Entschließung ist die Waffenstillstandsvereinbarung vom August 2006 zur Beendigung des 34-Tage-Kriegs zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz.
Der Entwurf für die Erklärung begrüßt die Ankündigung von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, die Situation an den libanesischen Grenzen zu prüfen und dazu möglichst bald unabhängige Beobachter zu entsenden. Ban erklärte vor einer Woche, dass es Hinweise in Geheimdienstberichten auf zunehmenden Waffenschmuggel in den Libanon gebe. In New York wird erwartet, dass der Sicherheitsrat in der kommenden Woche über den Entwurf der Erklärung beraten wird.
Quelle: jns und Agenturen
7. April 2007
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