Hamas plant Terroranschläge in Israel

In israelischen Sicherheitskreisen befürchtet man, dass die Hamas-Führung in Syrien unter Khaled Mashal ihre Anstrengungen intensiviert, den politischen Dialog zwischen Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde durch eine Reihe groß angelegter Terroranschläge zu unterminieren. Dies hat der stellvertretende Leiter der Allgemeinen Sicherheitsbehörde (SHABAK) der israelischen Regierung auf ihrer wöchentlichen Kabinettssitzung am gestrigen Sonntag dargelegt.

Bei der Hamas macht sich angesichts der Entwicklungen im Gaza-Streifen und der Verluste, die sie infolge der dortigen Operationen der israelischen Armee jüngst erleiden musste, Frustration breit. Zudem wächst die Unzufriedenheit wegen der vor allem in Europa fehlgeschlagenen Versuche, internationale Anerkennung ihres Regimes zu erreichen, und der konsequenten Gesprächsverweigerung der Fatah im Westjordanland. Nicht zuletzt sieht sich die Terrororganisation dadurch herausgefordert, dass immer mehr Menschen im Gaza-Streifen sie für ihre erschwerten Lebensbedingungen verantwortlich machen.

Während Hamas-Sprecher Fawzi Barhum aus Gaza den Verdacht des SHABAK Ha’aretz gegenüber weder erhärten noch bekräftigen wollte, teilte er doch mit, dass seine Organisation weiterhin alle möglichen Mittel einsetzen wolle, um ihre Ziele zu erreichen.

Hamas initiiert Überfälle am Sicherheitszaun

Berichten der israelischen Armee zufolge initiiert die Hamas zunehmend bewaffnete Überfalle am Sicherheitszaun, der den Gaza-Streifen von Israel abtrennt. Palästinensische Quellen teilen mit, dass die Terrororganisation dabei andere militante Gruppierungen benutzt, um Konflikte mit Israel eskalieren zu lassen und die Schließung des Übergangs Erez zu erreichen.

Am Freitag haben Einheiten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) zwei bewaffnete Terroristen verfolgt und getötet, nachdem diese den Sicherheitszaun überwunden und das Feuer auf einen Armeeposten eröffnet hatten. Ein israelischer Soldat wurde dabei leicht verwundet. Die beiden Terroristen, die neben Waffen auch Sprengstoff mit sich führten, gehörten offensichtlich dem ‚Volkswiderstandskomitee’ an, einer unabhängigen militanten Gruppierung, die von der Hisbollah inspiriert ist. Sie hatten einen Anschlag auf den nahe gelegenen Moshav Nativ Ha’asara geplant. Ein Sprecher des ‚Volkswiderstandskomitees’ bezeichnete ihre Aktion als „Märtyrereinsatz gegen das zionistische Gebilde“.

Aus der Palästinensischen Autonomiebehörde verlautet, dass die Hamas den Anschlag protegiert habe, um Israel zur Schließung des Übergangs Erez zu veranlassen. Die Hamas wollte eine Gruppe palästinensischer Studenten davon abhalten, den Übergang zu passieren, wie es zwischen der Fatah-Führung und Israel vereinbart worden war.

Quelle: jns und Agenturen
27. August 2007

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