Elf Hamas-Mitglieder in Jerusalem festgenommen

Hamas greift nach dem Tempelberg

Die israelischen Behörden haben in den vergangenen Monaten in Jerusalem elf Hamas-Mitglieder festgenommen. Wie der Geheimdienst Schin Bet am Montag weiter mitteilte, wurde damit ein Versuch der Hamas vereitelt, ihren Einfluss in der Stadt zu stärken. Zehn der Festgenommenen hätten im arabischen Ostteil Jerusalems gewohnt.

Wie aus dem SHABAK verlautet, hat die Hamas in den vergangenen Jahren Millionen Shekel sowohl in Wohlfahrts- und religiöse Institutionen als auch in Bauarbeiten auf dem Tempelberg investiert. Dahinter steht der Versuch, israelische Araber zu rekrutieren und damit die Machtposition in Israels Hauptstadt zu verstärken.

„Ihr Ziel ist es, die volle Kontrolle über den Tempelberg zu erlangen“, teilt ein hochrangiger Sicherheitsoffizier mit und fügt hinzu, dass die Hamas auch versuche, den Tempelberg zusätzlich zu religiösen Führern, die predigen, Gruppen führen und Koran-Unterricht geben, auch mit Wartungspersonal zu infiltrieren. Dabei habe sich die Terrororganisation den jordanischen Wakf zunutze gemacht, der für die heilige Stätte verantwortlich ist. Der Wakf leidet unter finanziellen Problemen, seit die Moscheen auf dem Tempelberg im Jahre 2000 für Besucher geschlossen wurden.

Auch abgesehen von ihren Bestrebungen auf dem Tempelberg hat die Hamas in den vergangenen Jahren ihre Aktivitäten in den arabischern Vierteln Jerusalems ausgeweitet, um mit Hilfe religiöser Einrichtungen wiederholt scheinbar harmlose Feierlichkeiten zur ‚Gehirnwäsche’ von Muslimen zu benutzen. Das Jerusalemer Hauptquartier der Hamas wurde vom Hamas-Hauptquartier in Syrien sowie einer Reihe von in Saudi-Arabien ansässigen Wohlfahrtsorganisationen finanziert.

Die Hamas nahm am Montag im Gazastreifen angeblich "den Sprecher der Entführergruppe" fest, die den britischen Journalisten Alan Johnston in ihrer Gewalt hat. Im Namen der Organisation Armee des Islams hatte Abu Chatab al Makdisi im Juni gedroht, den BBC-Reporter zu töten, sollten die Forderungen nach einer Freilassung palästinensischer Extremisten nicht erfüllt werden.

Al Makdisi sei bei einem Feuergefecht mit Sicherheitskräften der Hamas festgenommen worden, sagte ein ranghoher Vertreter der Hamas, Sami Abu Suhri. Es gebe keine Verbindungen zu den Versuchen der Hamas, die Freilassung Johnstons zu erreichen. Als Reaktion auf die Festnahme drohte die Armee des Islams, Dokumente zu veröffentlichen, die der Hamas schaden könnten. Einzelheiten nannte sie nicht. Der 45-jährige Johnston war am 12. März entführt worden.

Bei einer Razzia in einer palästinensischen Flüchtlingssiedlung erschossen israelische Soldaten am Montag einen Mann. Der Getötete sei mit einem Sturmgewehr bewaffnet gewesen, erklärten die Streitkräfte. Er sei bei einem Feuergefecht in Dschenin im Westjordanland getötet worden. Die Al-Aksa-Brigade, die der Fatah von Präsident Mahmud Abbas nahe steht, erklärte, bei dem Mann habe es sich um einen ihrer Kommandeure in Dschenin gehandelt. Ein weiteres Mitglied der Gruppe sei bei dem Zwischenfall verletzt worden.

Hamas feuert wieder Kassam-Raketen ab

Entgegen der Haltung der politischen Führung der Hamas haben die Iz a Din al-Kassam-Brigaden, der militärische Flügel der Terrororganisation unter Führung von Ahmed al-Ja’abari, den Raketenbeschuss vom Gaza-Streifen auf Israel wieder aufgenommen. So wurden in den vergangenen beiden Tagen mindestens drei Kassam-Raketen auf israelisches Territorium abgefeuert.

Es ist davon auszugehen, dass einer der zentralen Gründe für ihre erneute Beteiligung an den Raketenangriffen, die in letzter Zeit in erster Linie vom Islamischen Jihad, den Al-Aqsa Martyrer-Brigaden der Fatah und Angehörigen lokaler Klans unternommen worden sind, die jüngsten Operationen der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte im Westjordanland sind. Offensichtlich macht man sich innerhalb der Hamas darüber Sorgen, dass eine fehlende Reaktion auf das Vorgehen der israelischen Armee ihrem Ansehen im Gaza-Streifen schaden könnte.

Hamas-Mickey-Mouse stirbt den Märtyrertod

Etwa zwei Monate lang hat der Satellitensender der Hamas, Al-Aqsa TV, mit seiner gotteskriegerischen Mickey-Mouse-Imitation für internationale Entrüstung gesorgt. Am Freitag ist nun die letzte Episode der Serie „Pioniere von morgen“ ausgestrahlt worden. Bar jeglicher Rücksichtnahme auf etwaige Empfindlichkeiten der kindlichen Zuschauer lassen die Macher der Sendung ihre Hauptfigur „Farfur“ in brutaler Weise sterben und verbinden dies gleichzeitig mit Hasspropaganda gegen Israel.

Farfur wird am Ende der Sendung von einem israelischen Ermittler dazu gezwungen, ihm die Papiere zu übergeben, die seinen Besitzanspruch auf das Land seines Großvaters dokumentieren. Als die quäkende Puppe sich weigert, prügelt sie der Israeli brutal zu Tode. Das kleine Mädchen Saraa’, die als Freundin Farfurs die Sendung moderiert, beschließt die Abschlussepisode mit den folgenden Worten: „Die Juden sind Kriminelle und Feinde, wir müssen sie aus unserem Land vertreiben.“

Quelle: jns und Agenturen
2. Juli 2007

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