Vorbehalt gegenüber US-Richtlinien

In israelischen Sicherheitskreisen wachsen die Vorbehalte gegenüber den Richtlinien („benchmarks“), die der US-Sicherheitskoordinator für den Nahen Osten, Keith Dayton, vor kurzem im Auftrag der amerikanischen Regierung erarbeitet hat. So haben hochrangige Vertreter des Verteidigungsministeriums bei internen Treffen zu Beginn dieser Woche erneut ihren Widerstand gegen die Forderung nach freiem Reiseverkehr zwischen dem Gaza-Streifen und dem Westjordanland zum Ausdruck gebracht.

Die Bewegungsfreiheit zwischen den beiden Gebieten würde nicht zuletzt insofern eine gefährliche Sicherheitslage heraufbeschwören, als es dann leichter wäre technologisches Know-how für die Herstellung von Kassam-Raketen vom Gaza-Streifen in das Westjordanland zu transferieren.

Die Amerikaner berufen sich mit ihrer Forderung, Konvois zwischen dem Gaza-Streifen und dem Westjordanland zuzulassen, auf ein Abkommen vom November 2005. Die israelische Seite weist im Gegenzug auf die Tatsache hin, dass sich die Sicherheitslage im Gaza-Streifen seit der letzten Übereinkunft sehr verschlechtert hat und die Raketenangriffe nicht nur fortdauern, sondern sich sogar noch intensiviert haben.

Formell hat Israel noch nicht auf das amerikanische Papier reagiert, in Sicherheitskreisen zeigte man sich jedoch auch über die Inhalte hinaus verstimmt. „Sie haben uns im Vorfeld nicht konsultiert“, hieß es etwa. „In unserem Verhältnis mit den Amerikanern sind wir eine engere Koordination gewohnt“.

Kassam-Raketen zielgenauer und tödlicher

Die Kassam-Raketen, die in den letzten Tagen vom Gaza-Streifen aus auf israelisches Hoheitsgebiet abgefeuert wurden, sind zielgenauer und tödlicher als ihre Vorgänger. Nach Ansicht von Raketenexperten ist dies sowohl auf verbesserte Produktionsprozesse als auch auf neuartigen Sprengstoff zurückzuführen.

Die Experten schätzen, dass den israelischen Terrororganisationen in Gaza trotz des israelischen Drucks die kontinuierliche Verbesserung der Kassam-Raketen gelingt, die sie in improvisierten Werkstätten herstellen.
Unterdessen hat das sog. ‚Volkswiderstandskomitee’ in Gaza erklärt, dass der verschleppte israelische Soldat Gilad Shalit im Falle eines israelischen Einmarschs in den Gaza-Streifen nicht automatisch ermordet werden würde. Allerdings sei sein Leben wie das aller Bewohner Gazas in Gefahr.

Mickey Mouse als Gotteskrieger

Die Terrororganisation Hamas hat erneut unter Beweis gestellt, dass sie bei der ideologischen Indoktrination palästinensischer Kinder keine Grenzen kennt. Ausgerechnet eine Imitation der klassisch-amerikanischen Comic-Figur Mickey Mouse wird nun dazu verwendet, zum Gotteskrieg gegen Israel und die USA anzustacheln.

Farfur, so der Name der Puppe mit Quietsch-Stimme, ist gemeinsam mit dem kleinen Mädchen Saraa’ der neue Star der Kindersendung „Pioniere von Morgen“, die von Al-Aqsa- TV, dem offiziellen Sender der Hamas, allwöchentlich ausgestrahlt wird. Dabei kommt es zu Wortwechseln wie etwa diesem: „Ja, wir, die Pioniere von Morgen, werden der Nation wieder ihren Ruhm zurückgeben, und wir werden Al-Aqsa befreien, mit Allahs Willen, und wir werden den Irak befreien, mit Allahs Willen, und wir werden die muslimischen Länder befreien, die von Mördern besetzt sind.“ „Ja, sie sind Kinder, die von den Juden besetzt sind, aber mit dem Willen Allahs, werden wir Widerstand leisten und uns schützen gegen die zionistische Besatzung.“ „Bis wir siegen, mit Allahs willen, wir werden Widerstand leisten, bis wir siegen.“

Hamas steals Mickey Mouse image

Quelle: jns und Agenturen
10. Mai 2007

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UNO: Truppen an syrischer Grenze notwendig
Waffen und Terroristen