19 Hamas-Leute festgenommen

Die radikal-islamische Hamas-Bewegung soll während des jüdischen Pessachfests einen verheerenden Anschlag im Großraum Tel Aviv geplant haben.

Die Armee habe im vergangenen Monat die mutmaßlichen Drahtzieher - 19 Hamas-Aktivisten - in Kalkilia im nördlichen Westjordanland festgenommen, teilte das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert am Dienstag mit. Sie hätten vorgehabt, eine mit 100 Kilogramm Sprengstoff beladene Autobombe im Bereich Tel Aviv zu zünden.

Der als Attentäter vorgesehene Mann, ein Palästinenser aus Kalkilia, sei bereits mit einer israelischen Identitätskarte nach Israel gekommen, hieß es. Er sei im Auto bis in den Großraum Tel Aviv gefahren, dann jedoch aus unbekanntem Grund nach Kalkilia zurückgereist. Der Sprengstoff sei dort vermutlich auf Grund einer Fehlzündung explodiert.

Die Hamas-Zelle in Kalkilia sei auch für einen blutigen Selbstmordanschlag verantwortlich, bei dem 21 junge Israelis im Juni 2001 getötet worden waren, teilte Olmerts Büro mit. Die gemeinsam mit Fatah regierende Hamas hat seit etwa zwei Jahren keinen Selbstmordanschlag mehr in Israel verübt.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas kündigte unterdessen ein Treffen mit Olmert für die kommende Woche an. Der palästinensische Rundfunk meldete, Abbas habe bei einer Begegnung mit christlichen Repräsentanten in Bethlehem ferner gesagt, es solle über eine Wiederbelebung des Nahost-Friedensprozesses nach dem arabischen Gipfel in Riad gesprochen werden.

Nach dem kürzlichen Besuch von US-Außenministerin Condoleezza Rice hatten Olmert und Abbas zugestimmt, sich alle zwei Wochen zu treffen. Abbas will nach Angaben des Rundfunks an diesem Mittwoch eine Reise nach Europa antreten und unter anderem Österreich, Schweden und Griechenland besuchen. Er wolle dabei um eine Anerkennung der neuen Einheitsregierung seiner Fatah mit der radikal- islamischen Hamas werben, hieß es.

Quelle: jns und Agenturen
10. April 2007

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"Zeit für einen Kurswechsel"
Israel im Kampf gegen den Terror