Zurückhaltung auf Anschlag in Eilat

Der mörderische Terroranschlag in Eilat ist ein weiterer Beweis für die anhaltenden terroristischen Angriffe auf die Zivilbevölkerung des Staates Israel. In der Hoffnung, den Palästinensern eine Chance zu geben, damit sie ihre Verpflichtungen der internationalen Gemeinschaft gegenüber erfüllen und ihre Innenpolitik reorganisieren sowie den Terror bekämpfen können, hat Israel über mehrere Monate besondere Zurückhaltung geübt - trotz anhaltender Angriffe mit Qassam-Raketen auf Einwohner der Städte Ashdod, Ashqelon und andere Gemeinden in der Region um den Gazastreifen. Erst am Sonntag schossen Palästinenser wieder zwei Raketen auf die Städte Sderot und Ashqelon ab.

Die palästinensische Regierung ist einer Regierung des Terrors, die von einer Terrororganisation geführt wird. Es ist die Pflicht der internationalen Staatengemeinschaft, ihren Druck auf die Hamas-Regierung weiter auszuüben. Israel wird alles in seiner Macht stehende tun, seine Staatsbürger vor Angriffen zu schützen.

Schmugglertunnel bombardiert

In Reaktion auf das Selbstmordattentat am Montag hat die israelische Luftwaffe am Dienstagmorgen einen Tunnel im nördlichen Gazastreifen angegriffen. Nach Armeeangaben wollten palästinensische Terroristen auf diesem unterirdischen Wege nach Israel gelangen.

„Es gab einen Luftangriff auf einen Tunnel in der Nähe des Karni-Übergangs“, sagte ein Militärsprecher. „Er sollte in der unmittelbar bevorstehenden Zukunft für Angriffe auf israelische Bürger benutzt werden.“ Nach Angaben von Sicherheitsbeamten gab es nach dem Beschuss zusätzliche Explosionen. Das deute darauf hin, dass sich in dem Tunnel Sprengstoff befunden habe. Es war der erste israelische Luftangriff im Gazastreifen seit der Feuerpause vom November.
Die israelische Regierung will derzeit auf eine groß angelegte Operation im Gazastreifen verzichten. Der Selbstmordattentäter von Eilat stammte aus dem Gazastreifen. Ob er über Ägypten oder Jordanien nach Israel gelangte, ist noch nicht geklärt.

Attentäter fuhr per Anhalter

Ein israelischer Autofahrer hat den Attentäter kurz vor dem Anschlag in Eilat am Montag als Anhalter mitgenommen. Er schöpfte Verdacht und alarmierte die Polizei, sobald der Palästinenser ausgestiegen war - doch der Anruf kam zu spät.
Jossi Woltinsky, ein Oberstleutnant der Reserve, war am Montagmorgen auf seinem täglichen Weg zum Sporthotel in Eilat. Dabei hielt er Ausschau nach Angestellten, die ihre Fahrgelegenheit zum Hotel verpasst hatten. „Ich identifizierte einen Mann, den ich für einen der Hotelmitarbeiter hielt", berichtete er. „Sobald er in das Auto gestiegen war, spürte ich, dass es ein Problem gab. Ich fragte ihn, wo er hinwollte, und er zeigte auf das Stadtzentrum. Zuerst löste ich meinen Sicherheitsgurt, falls er mich angreifen sollte."

Daraufhin nahm er die Umgehungsstraße, um Wohngebiete zu meiden. Doch der Araber bedeutete ihm "in einer bedrohlichen Weise, innerhalb der Stadt zu fahren", so Woltinsky. „In diesem Moment hielt ich mitten auf der Straße an. Ich bereitete mich darauf vor, zu springen. An dieser Kreuzung forderte ich ihn auf, auszusteigen." Er habe seinem Mitfahrer erklärt, dass er geradeaus gehen müsse, um in die Stadt zu gelangen. Dabei wies er ihm einen Weg, der durch eine unbewohnte Gegend führte.

Woltinsky rief die Polizei an und versuchte, den Verdächtigen in seinem Fahrzeug zu verfolgen. Doch dieser rannte los und sprengte sich etwa sieben Minuten nach dem Telefongespräch in einer Bäckerei in die Luft. Nach dem Anschlag erkannte der Israeli in dem Selbstmordattentäter seinen Mitfahrer.

Opfer identifiziert

Unterdessen wurden die Namen der drei Opfer des Anschlags bekannt gegeben. Es handelt sich um Emil Almaliach (32), Michael Ben Sadon (27) und Israel Samoliya (25). Almaliach und Ben Sadon waren die Besitzer der Bäckerei, Samoliya arbeitete für sie. Er war ein Einwanderer aus Peru. Seine Familie lebt in Miami. Almaliach hinterlässt seine Ehefrau und einen acht Monate alten Sohn; Ben Sadon ebenfalls seine Gattin und zwei Töchter im Alter von zwei und vier Jahren.

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