"Blut an den Händen"
Bild: Micki Goldwasser
Mutter des entführten Soldaten Ehud Goldwasser plädiert an Israels Politiker .
"Würdet ihr nicht anders handeln, wenn es um eure Kinder ginge" fragte Micki Goldwasser bei einer Veranstaltung in Emek Yezreel.
Die Mutter des im Libanon entführten Soldaten Ehud Goldwasser plädiert für eine Änderung der Kriterien für die Freilassung inhaftierter Terroristen. Im Verteidigungsministerium wird der Paradigmenwechsel angedacht, Ehud Olmert bat im Kabinett um Unterstützung für die Änderung der Kriterien bei der Freilassung.
Um die 9.200 Häftlinge sitzen in Israels Gefängnissen wegen verschiedener Grade der Vorbereitung und Ausführung von Terrorakten. Gilad Shalit wurde Ende Juni 2006 von Hamas entführt, seither vermittelt Ägypten die Freilassung des Soldaten im Austausch gegen Häftlinge in Israels Gefängnissen.
Seit Juli 2007 sind Ehud Goldwasser und Eldad Regev in den Händen der Hizbollah, Israel führte einen Krieg gegen die Miliz, in dessen Verlauf mehr als 3.000 Raketen auf israelisches Gebiet gefeuert wurden.
"Es ist sehr leicht politisch Profit auf den Rücken eines anderen zu machen" kritisierte Micki Goldwasser die politische Elite scharf.
Die Familien der Entführten sind üblicherweise mit Beratern der Regierung diskret koordiniert. Dies ist nicht immer der Fall. Bei Micki Goldwasser dürfte die Aussage nicht zufällig heute gefallen sein.
Ayelet Himmelfarb
26.12.2007
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