Iranische Juden wandern nach Israel aus

Der iranische Präsident hat mehrfach angedroht, den israelischen Staat von der Landkarte zu tilgen. Auch wenn er beteuert, dass er kein Antisemit ist, haben es Juden im Iran oft schwer. Evangelikale Amerikaner sponsern den iranischen Juden deshalb eine Einreise nach Israel.
Evangelikale Christen in den USA haben in den letzten Monaten Dutzende iranische Juden nach Israel gebracht. Zusätzlich erhielten sie von Ihnen finanzielle Unterstützung.Grund dafür sei die große Gefahr, in der die kleine jüdische Gemeinde im Iran stehe. Nach Angaben von Rabbi Yechiel Eckstein, Leiter der „International Fellowship of Christin and Jews“, verspricht die Organisation jedem iranischen Juden, der nach Israel kommt, 10.000 Dollar.Seit Beginn des Jahrs habe das Projekt 82 iranischen Juden geholfen, nach Israel zu kommen, sagte Yechiel Eckstein. Bis Jahrende hoffe er, noch 60 weitere Juden nach Israel zu bringen.

Die "International Fellowship of Christians and Jews“ (IFCJ) ist eine Organisation, die jedes Jahr Israel mit Millionen Dollar unterstützt. Das Projekt der iranischen Juden ist ein weiteres Beispiel für die Allianz zwischen dem jüdischen Staat und evangelikalen amerikanischen Christen. Viele dieser Christen betrachten die Existenz Israels und die Rückkehr der Juden ins Heilige Land als eine Erfüllung biblischer Prophetie, welche die Vorraussetzung für das ihrem Glauben nach "zweite Kommen Jesu Christi" ist.

"Die Iraner sind die Freunde der Juden"

Es gibt noch ungefähr 25.000 Juden im Iran, die Überbleibsel einer Gemeinde, deren Anfänge bis in biblische Zeiten datiert werden können. Die meiste Juden wanderten jedoch in den letzten 50 Jahren in die USA oder nach Israel aus. Eine der neuen Einwanderer ist eine 31-jährige Witwe mit drei Kindern. Aus Angst will sie ihren Namen nicht nennen: "Ich bin im Iran nicht in Gefahr, aber ich sorge mich um die Zukunft meiner Kinder. Die Unterstützung der IFCJ hat mir die Immigration nach Israel ermöglicht."

Die jüdische Gemeinde im Iran wird offiziell durch die Verfassung der islamischen Republik geschützt und hat einen von 290 Sitzen im Parlament, das von islamistischen Geistlichen kontrolliert wird. In einer Rede in der Columbia-Universität in New York vergangenen Monats beharrte der iranische Präsident darauf, dass die Iraner „Freunde der Juden“ seien. Es gäbe viele Juden im Iran, die dort aufgrund der iranischen Sicherheit friedlich leben.

Angriffe der iranischen Presse auf Israel

Vorfälle wie im Jahr 2000 zeigen jedoch, dass es nicht einfach für die jüdische Gemeinde ist, unter der islamischen Regierung zu existieren. So nahmen die iranischen Behörden beispielsweise zehn Juden unter dem Vorwurf der Spionage fest und verurteilten diese zu 4 bis 13 Jahren Gefängnis. Ein Berufungsgericht senkte später unter internationalem Druck deren Strafe herab und entließ sie letztendlich.

"Im Allgemeinen sind Juden frei, ihre Religion im Iran zu praktizieren“, sagte Meir Javendanfar, ein israelischer Berater, dessen Familie in den 80er Jahren aus dem Iran emigrierte. Iranische Juden seien jedoch zunehmend besorgt über die teilweise antisemitischen Angriffe der iranischen Presse auf Israel. Trotzdem, so Javendar, werde die finanzielle Hilfe der IFCJ wahrscheinlich nicht attraktiv genug sein, iranische Juden nach Israel zu locken, weil die meisten der Juden im Iran wirtschaftlich gut gestellt seien. Der Wert von Immobilien habe sich in Teheran in den letzten Jahren verdoppelt und steige immer noch.

Bedrohung durch die Araber

Es ist nicht das erste Mal, dass evangelikale Christen Menschen unterstützten, nach Israel einzuwandern. Die „International Fellowship of Christians and Jews“ sponserte auch schon 7000 Mitglieder der indischen Gruppe „Bnej Menashe“ (Söhne Manasses). Sie behaupten, einer der zwölf biblischen „verlorenen Stämme“ der Juden zu sein.

Die evangelikalen Mitglieder der Organisation IFCJ wollen durch die Spenden die jüdische Einwanderung unterstützen, um das Land im Hinblick auf die Bedrohung durch die arabischen Nachbarländer zu stärken.

Viele Israelis freuen sich über die Hilfe aus den USA. Jedoch sollte bei aller Freude über die Hilfe niemals das wahre Ziel der Evangelikalen aus den Augen verloren werden. Denn ihr eigentliches Ziel ist nicht die Hilfe, sondern die Abkehr aller Juden und Jüdinnen weg von der gebotenen jüdischen Lebenskulter und durch die aktive Bekehrung hin zum Christentum!

jns, 27. Oktober 2007

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