Olmert in Washington
Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert hat sich gestern in Washington mit US-Präsident George W. Bush getroffen. Nach einem dreistündigen Gespräch unter vier Augen stellten sich die beiden Regierungschefs in einer gemeinsamen Pressekonferenz den Fragen von Journalisten. Neben den aktuellen Entwicklungen im Gaza-Streifen ging es dabei auch um Möglichkeiten eines Friedens mit Syrien und die iranische Bedrohung. Im Folgenden einige der Stellungnahmen Olmerts:
„Es ist gar keine Frage, dass ich mit dem Präsidenten der palästinensischen Gemeinschaft, Herrn Abbas, sprechen will. Ich werde mit ihm sprechen. Die Teams beider Seiten treffen sich regelmäßig jede Woche und diskutieren die Angelegenheiten. Und die Idee, die ich habe, ist, mit ihm über die gegenwärtigen Angelegenheiten zu sprechen, um die Lebensqualität der Menschen zu verbessern und ihnen mehr Sicherheit im Westjordanland zu bieten, und mit ihm Anstrengungen zur Beruhigung des Terrors zu teilen – dies ist etwas, was er absolut zu tun verpflichtet ist, wir müssen dies tun, und dies ist nichts, dessen sich die Palästinenser entziehen können. Sie werden sich an der Bekämpfung des Terrors effektiv beteiligen – was sie, bedauerlicherweise, bisher nicht getan haben. Aber dies ist – wie er sicherlich verstehen wird – eine Voraussetzung für jede weiter reichende Entwicklung in der Zukunft.
Selbstverständlich werden wir auch über die zu schaffenden Grundlagen sprechen müssen, die uns erlauben werden, rasch über die Errichtung eines palästinensischen Staates zu sprechen. Dies ist die Hauptvision meines Freundes Präsident Bush. Dies ist die Vision, die wir teilen. Dies ist das ultimative Ziel – einen palästinensischen Staat zu errichten. Wir müssen die Grundlagen dazu schaffen, die uns – hoffentlich bald – erlauben werden, ernsthafte Verhandlungen über die Schaffung eines palästinensischen Staates zu beginnen.
Um Frieden zu erlangen, müssen wir den Terror bekämpfen, müssen wir die Sicherheit steigern und müssen wir die Lebensqualität der Palästinenser erhöhen. Und selbstverständlich müssen die Palästinenser eine sehr viel glaubwürdigere und ernsthaftere Administration aufbauen, die in der Lage sein wird, den täglichen Anforderungen in angemessener Weise gerecht zu werden.“
„Israel wird dem Leiden der Menschen in Gaza nicht gleichgültig gegenüberstehen. Israel wird sich von den Palästinensern selbst unterscheiden, denn die Realität ist, dass all das Leiden von Palästinensern über ihr eigenes Volk gebracht wird. Was die Hamas in Gaza getan hat, ist absolut grauenhaft und unerträglich. Und ich bin mir sicher, dass viele, die einige Hoffnung darin gesetzt haben, dass die Hamas vielleicht vernünftiger und zurückhaltender sein kann, diese Hoffungen verloren haben angesichts dessen, was sie ihrem eigenen Volk angetan hat – die Tötung von Zivilisten, das Herauszerren von verwundeten Fatah-Leuten aus Krankenhausbetten, um sie anschließend aus dem fünfstockigen Gebäude zu werfen und auf der Straße zu töten, und dergleichen schreckliche Dinge mehr.“
Ein ausführlicher Auszug aus der Pressekonferenz in englischer Sprache findet sich unter dem folgenden Link: http://www.mfa.gov.il/MFA
Quelle: jns und Israelisches Außenministerium
21. Juni 2007
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