Terrorfinanzierungsnetzwerk ausgehoben

Spezialist der israelischen Polizei (Foto: IDF)

Im Rahmen einer gemeinsamen Nachtoperation der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL), der Allgemeinen Sicherheitsbehörde (SHABAK), der Zivilverwaltung und der israelischen Polizei sind die Wohnungen und Büros von 14 palästinensischen Geldwechslern durchsucht worden, die im Verdacht stehen, Gelder zur Finanzierung von Terroraktivitäten in Jenin, Nablus, Tulkarm, Hebron und Ramallah transferiert zu haben.

Einheiten der israelischen Armee verhafteten fünf Geldwechsler und beschlagnahmten Geld, Dokumente und Datenträger. Insgesamt wurden drei Millionen NIS (mehr als 600 000 Euro) konfisziert und der rechtlichen Kontrolle der Bank of Israel übergeben. Zusätzlich wurden drei Handfeuerwaffen und diverse Waffenteile gefunden, die sich im Besitz der Geldwechsler befanden.

In den vergangenen Jahren haben Terrororganisationen Millionen von Dollars gesammelt und sie an Fonds in Judäa, Samaria und dem Gaza-Streifen verteilt. Das Geld wird auf unterschiedlichen Wegen transferiert, hauptsächlich durch Geldwechsler. Das Jahr 2007 erlebte einen Anstieg der Geldsummen, die an palästinensische Terrororganisationen gelangen.

Diese Fonds ermöglichen es Terrororganisationen, ihre Infrastruktur zu unterhalten und zu erweitern, Terroristen zu finanzieren und zu trainieren und Waffen zu kaufen und herzustellen, mittels derer dann Terroranschläge gegen Israel verübt werden. Die Geldmittel fungieren als „Treibstoff des Terrorismus“ und veranlassen die Terrororganisationen dazu, verschiedene Kanäle zu einzurichten, um Geldströme aus dem Ausland absorbieren zu können.

Heimische Geldwechsler stehen in direktem Kontakt mit ausländischen Geldwechslern in arabischen Staaten, die mit diversen globalen Terrornetzwerken verknüpft sind. Der Transferprozess vollzieht sich auf folgende Art und Weise: Geldwechsler aus dem Ausland liefern Geldmittel an Geldwechsler in Judäa, Samaria und dem Gaza-Streifen, die sie dann an Terroristen weitergeben. Es ist wichtig zu betonen, dass es keinerlei Kontrolle der Geldwechsler von Seiten der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) gibt, d.h. die Geldwechsler können ungestört und ungestraft an Terroraktivitäten teilnehmen.

Die aktuelle Operation steht in einer Reihe von andauernden Operationen, die in den vergangenen Jahren von ZAHAL, SHABAK, der israelischen Polizei und anderen Behörden durchgeführt worden sind.

2007 wurde eine Finanzoperation der Hamas in Jerusalem aufgedeckt, wodurch die Geldbeschaffungsrouten der Terrororganisation aus dem Ausland offen gelegt und zahlreiche Beweise für Hamas-Aktivitäten in der israelischen Hauptstadt bekannt wurden, die von auswärtigen Geldgebern finanziert worden waren. Im dritten Quartal 2007 wurden schätzungsweise 12 Millionen NIS (etwa 3.5 Millionen Euro) an Terrororganisationen transferiert, ungefähr 8 Millionen davon an die Infrastruktur der Hamas in Judäa und Samaria.

Im Dezember 2005 wurde die Firma „Abu Akar“ aus Gaza aufgrund ihrer Unterstützung von Terrororganisationen vom Verteidigungsministerium für illegal erklärt.

Im Februar 2004 wurden in Bankfilialen in Ramallah 37 Millionen NIS (ca. 7 Millionen Euro) konfisziert, die Terrororganisationen gehörten. Diese Terrororganisationen zahlen „Terrorvergütungen“ - finanzielle Unterstützung für die Familien von bei Anschlägen verletzten, getöteten oder verhafteten Terroristen. Diese Anreize ermuntern Palästinenser zum Verüben von Terroranschlägen. Aufgrund dieser Versorgungsleistungen brauchen sich Terroristen keine Gedanken über die Zukunft ihrer Familien nach einem Terroranschlag zu machen.

Quelle: jns, Aussenministerium des Staates Israel
13. Februar 2008

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