Das Jerusalem-Syndrom
Die Jaffa-Straße und Jerusalem insgesamt sind wieder zu den schrecklichen Tagen am Höhepunkt der Intifada zwischen 2001 und 2003 zurückgekehrt.
Der zweite schwere Anschlag innerhalb von vier Monaten muss das Sicherheitsgefühl erschüttern...
Das Ende eines Dramas?
Prominente IAP-Abgeordnete verlassen die Knesset, und diese verabschiedete diese Woche umstrittene Gesetzesvorlagen. Im Vordergrund der Berichtswoche steht aber ganz klar die Absegnung des Gefangenenaustausches mit der Hizbollah. Und da wäre auch noch Gilad Shalit im Gazastreifen...
Es gibt keinen anderen Handel
Der schlimmste aller schmutzigen Tricks auf der Welt besteht darin, anzudeuten, dass wir einen anderen Handel hätten vereinbaren können. Es hätte keinen anderen geben können. Wir haben die Verhandlungen nicht gewonnen, da es keine Gewinner gibt. Wir haben nicht verloren, weil jeder verliert...
Israel: Die Besatzung bremst das Wachstum
Die besetzten Gebiete sind für den Staat Israel nicht nur eine politische und militärische Belastung. Eine neue Studie zeigt, dass auch die Wirtschaft darunter gelitten hat – und zwar weit stärker, als gemeinhin behauptet wird.
In den letzten beiden Jahren ist die israelische Wirtschaft um über fünf Prozent gewachsen. Der Wirtschaftsmotor läuft also rund im Staate Israel, würde man meinen.
Zwischen High-Tech und Handschlag
Noch vor Jahren war der Schliff der schönen Steine Handarbeit. Tradition ist das Fundament der Diamanten-Industrie in Israel. Doch die Maschinen lassen immer weniger Raum dafür. Die Schleifer halten die Diamanten an rotierende Scheiben, durch die Lupe beurteilen sie das Ergebnis und schleifen weiter. Winzige Facetten entstehen, bis die Steine betörend glitzern...
Politik - einfach, zynisch und kalt
Der Begriff «déjà vu» scheint speziell für die Umschreibung des Rituals «Gespräche mit Syrien» geschaffen worden zu sein. Solche Gespräche erwachen periodisch zu neuem Leben und sind seit 40 Jahren bis zum kleinsten Detail Bestandteile des politischen Verhaltensmusters – angefangen bei ihrem plötzlichen Auftauchen auf der israelischen Tagesordnung...
Szenarien des politischen Suizids
Der verbreiteten Auffassung nach wird jede politische Führung, wo immer sie auch sein mag, alles in ihrer Macht stehende dafür tun, ihr Regime abzusichern. Dies hat meist mit der Schwierigkeit zu tun, für ein hohes Amt gewählt zu werden. In undemokratischen Gesellschaften verschärft sich diese Annahme noch: Wenn ein politischer Führer weder dem Recht, noch der öffentlichen Kritik ausgesetzt ist...
Tel Aviv lässt die Alltagssorgen vergessen
Party-Tempel statt Pilgerstätten: Die israelische Metropole Tel Aviv ist eine säkulare Insel im Heiligen Land. «In Haifa arbeiten wir, in Jerusalem beten wir und in Tel Aviv feiern wir», sagt Touristenführer Hagai Ayad (37) über seine Stadt. Und nach einem Tag Aufenthalt merkt jeder: Tel Aviv hat wirklich nichts zu tun mit den gängigen Israel-Klischees.
Jerusalem für einen Kuss
Während die Welt überlegt, wie der Nahostkonflikt zu lösen ist,
verulkt eine Sitcom über eine israelisch-arabische Familie den
täglichen Kampf zwischen Anpassung und Abgrenzung. Zu sehen ist die
Serie beim Jüdischen Filmfest in Berlin: eine Provokation - und tolle
Unterhaltung...
Polizei möchte Olmert befragen
Ein Polizeisprecher sagte am Samstagabend, dass das Betrugsdezernat Premierminister Ehud Olmert in den kommenden Tagen noch ein zweites Mal zu den Vorwürfen befragen möchte. Am 2. Mai fand die erste Befragung in Olmerts Jerusalemer Präsidentenresidenz statt. Olmerts Anwälte wollen Talansky während der Gerichtsverhandlung ins Kreuzverhör nehmen und fordern...
Wir sind nicht allein
Zu einer Zeit, da die amerikanische Zeitschrift ‚Atlantic Monthly’ einen Artikel mit der Überschrift „Ist Israel am Ende?“ veröffentlicht, der britische Intellektuelle Christopher Hitchens darüber räsoniert, ob Israel noch weitere 60 Jahre bestehen wird, und Mahmoud Ahmadinejad damit droht, uns von der Landkarte zu wischen, blicke man darauf, wer mit uns den 60. Geburtstag Israel zu feiern...
Aliza Olmert in "Welt online" über ihr Israel
Aliza Olmert, die Ehefrau des israelischen Premierministers Ehud Olmert, schreibt für den Internetauftritt der Tageszeitung "Die Welt" über ihre Erlebnisse im jungen Israel und den schweren Stand, den der Staat heutzutage in den Medien hat. Eine "Liebeserklärung an ihr Israel". Als kleines Kind kam Aliza Olmert nach Israel. Für ihre Eltern schien es nach dem Holocaust wie ein Wunder...
Livni eröffnet AHLC-Geberkonferenz in London
Israels Aussenministerin hat am Freitag die jährliche Geberkonferenz des Ad Hoc Liaison Committees (AHLC) in London eröffnet. In ihrer Rede verlieh sie der Hoffnung Ausdruck, dass der Friedensprozess mit den Palästinensern mit Hilfe der internationalen Gemeinschaft letztlich zum Erfolg führen werde. „Es vergeht nicht ein Tag ohne Verhandlungen – sei es in Treffen zwischen Ministerpräsident Olmert...
Polizeiverhör stürzt Premier Olmert in die Krise
Israel rätselt, warum Ehud Olmert zu einem polizeilichen Verhör zitiert wurde. Nachdem ein Richter ein Veröffentlichungsverbot trotz aller Protesten aufrechterhielt, blieb unklar, ob es sich um einen neuen Korruptionsfall oder um eine neue Beweislage in einem der bereits laufenden Ermittlungsverfahren handelt. „Ich habe Prioritäten einzuhalten und beabsichtige, meine angesetzten Begegnungen...
Yom Hashoa
Heute Abend beginnt der Yom Hashoa, Israels nationaler Gedenktag für die Opfer des Holocaust und die Helden des Widerstandes. Er wird jedes Jahr nach dem hebräischen Kalender am 27. Nissan begangen. Ursprünglich war als Datum der 15. Nissan vorgeschlagen worden, der Tag des Aufstands im Warschauer Ghetto (19. April 1943). Dieser Vorschlag wurde aber schliesslich verworfen...
Ist Israel wirklich so schlimm?
Wenn der Zustand des Bildungswesens hier so schlecht ist, die Hochschulen sich in freiem Fall befinden und der Braindrain in vollem Gange ist, wie erklärt ihr die Tatsache, dass unser High-Tech-Sektor so erfolgreich ist, dass die Zahl der wissenschaftlichen Veröffentlichungen (ebenso wie die der Patente) pro Kopf die weltweit höchste ist und wir das Disc-on-key und die Mobiltelefon...
"Exodus"-Kommandant Jossi Harel
Jossi Harel, der frühere Kommandant des Schiffes "Exodus", das nach dem Zweiten Weltkrieg Tausende Juden nach Palästina brachte, ist tot. Seine Fahrt mit der "Exodus" hatte die weltweite Aufmerksamkeit auf das Schicksal jüdischer Flüchtlinge gelenkt – und hatte sogar Hollywood inspiriert...
Vorsicht, Appeasement!
Die selbstmörderische Linke hat einen neuen Helden gefunden – Jimmy Carter. Endlich gibt es einen, der die Wahrheit sagt: Israel ist ein Apartheidstaat. Endlich gibt es einen, der die Gerechtigkeit entdeckt: Der palästinensische Terror und die Operationen der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) sind gleichwertig. Endlich gibt es einen, der Frieden bringt: mit dem Sadat...
US-Bürger soll für Israel spioniert haben
Spionage unter Freunden? In den USA ist ein früherer Ingenieur der Streitkräfte unter Spionageverdacht festgenommen worden. Er soll Anfang der 80er-Jahre Geheimnisse über US-Atomwaffen an Israel verraten haben. Vor einem Gericht im New Yorker Stadtteil Manhattan wurde am Dienstag (22.04.2008) gegen den 85-jährigen US-Bürger Ben-Ami Kadish in vier Punkten Anklage erhoben...
Werbung für arabische Schulen
Jerusalems Bürgermeister, Uri Lupolianski, beabsichtigt, weltweit unter Juden für die Unterstützung arabischer Schulen im Ostteil der Stadt zu werben. In der Stadtverwaltung heisst es, dass dies der überhaupt erste Versuch sei, die Weltjudenheit dazu zu animieren, der arabischen Bevölkerung in Israels Hauptstadt zu helfen.
Livni zum Friedensprozess
Israels stellvertretende Ministerpräsidentin und Aussenministerin Tzipi Livni hat am Montag in ihrer Rede in Katar die Grundsätze des israelisch-palästinensischen Friedensprozesses umrissen. „In Anbetracht unserer neuen regionalen Herausforderungen hat Israel den Gaza-Streifen verlassen, alle Siedlungen geräumt und den Palästinensern die Gelegenheit zur Selbstverwaltung...
Idan Raichel Projects
Dass Integrationsschwierigkeiten zwischen europäischen Juden und Juden aus arabischen Ländern in Israel bestehen, ist schon etwas länger bekannt. Weitaus weniger sind hingegen diese von äthiopischen Juden. Nun nimmt sich ein neuartiges Musikprojekt dieser Thematik an. “Du siehst, es fühlt sich nach zu Hause an. Du denkst aber, ich fühle nicht so...
Bestechungen und Siedlungsbau
Einmal mehr zeichnet sich in Israel ein neuer Bestechungsskandal ab, in den laut Gericht ein prominentes Mitglied der Shas-Partei verwickelt ist. Zudem scheint die Bautätigkeit in den Westbanksiedlungen vor einem Rekordjahr zu stehen, und die Meldungen von der Nordgrenze deuten auf eine beunruhigende Entwicklung hin.
Israel reagiert auf Anschuldigungen der WHO
Das israelische Koordinations- und Verbindungsbüro am Übergang Erez hat auf harsche Äußerungen der Weltgesundheitsbehörde (WHO) reagiert, die Israel in einem aktuellen Bericht wegen der humanitären Situation im Gaza-Streifen kritisiert. Oberst Nir Press lud den WHO-Vertreter im Gaza-Streifen und deren amtierenden Direktor zu einer Dringlichkeitssitzung ein...
Gesäuerte Produkte auch an Pessach
Israelische Läden dürfen während der Pessach-Woche gesäuerte Produkte (Hametz) verkaufen. Das entschied jetzt ein Gericht in Jerusalem. Religiöse jüdische Vertreter reagieren mit Empörung. Die Entscheidung des Gerichts für örtliche Angelegenheiten wurde am Mittwoch verkündet - zwei Wochen vor dem Pessach-Fest. Damit erklärte es Klagen für nichtig...
„Imaginäre Partner“
Der Nahe Osten ist gegenwärtig in zwei Lager unterteilt. Auf der einen Seite steht eine Allianz radikaler Islamisten und Staaten und Organisationen, die mit diesen verbunden sind und Unterstützung und Inspiration vom Iran erhalten. Auf der anderen Seite steht eine Koalition pro-westlicher Staaten. Der „Annapolis-Prozess“ basiert auf der Erwartung, dass die Fatah die Rolle...
Ein ungewöhnlicher Besuch
Mit den liebevollen Worten «Eine einzige Umarmung» charakterisierte ein israelischer Journalist die Atmosphäre, die während der dreitägigen Visite von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Israel – die Palästinensergebiete wurden ausgelassen – herrschte. Für einmal darf gesagt werden, dass die Charakterisierung keine Übertreibung der Medien ist...
Die zionistische Pyramide
Der Angriff von Lev Leviev auf den säkularen Zionismus und das säkulare Judentum (Haaretz, 7.3.) spiegelt ein grundlegendes Missverständnis in Bezug auf das Wesen des Verhältnisses zwischen Zionismus und Judentum wider. Dieses Missverständnis sickert vom ultraorthodoxen Lager in Teile des nationalreligiösen Lagers und womöglich auch der traditionell...
Zeev Sternhells Israel
Der israelische Ideenhistoriker Zeev Sternhell erhält dieses Jahr als weltweit renommierter Faschismusforscher und einer der führenden Intellektuellen seines Landes den Israel-Preis für politische Wissenschaften. In einem Interview mit Ari Shavit hat er sich nun ausführlich zu seinem Verhältnis zu Israel und dem Zionismus geäussert...
Die Rache ist gekommen
Die Freudenschüsse in Gaza, die auf den Terroranschlag in Jerusalem folgten, haben gezeigt, dass das Eindringen in die Yeshiva Merkaz Harav als ungewöhnliche politische und militärische Errungenschaft für die verantwortliche Organisation empfunden wird. Der Attentäter und die, die ihn geschickt haben, haben der breiten Öffentlichkeit in Gaza das gegeben...
"Gott wird die Opfer rächen"
Weltweite Erschütterung nach dem Mord an acht jungen israelischen Studenten. Jerusalem will Friedensprozess mit Palästinensern aber nicht abbrechen. Der schwerste Terroranschlag in Israel seit knapp zwei Jahren hat weltweit Trauer und Entsetzen, aber zugleich auch große Sorge um den Friedensprozess im Nahen Osten ausgelöst...
Fast 1.000 Schadensersatzansprüche
Über 700 Ersatzforderungen wegen Sachschäden haben die Bewohner Sderots und des Grenzgebietes zum Gazastreifen in der vergangenen Woche bei den israelischen Steuerbehörden eingereicht. Weitere 260 Schadensfälle meldeten die Einwohner von Aschkelon. Alle sind Folge der jüngsten Raketenangriffe aus dem Gazastreifen...
Terror in Jerusalem
Beim schwersten Anschlag in Israel seit über einem Jahr sind in einer Jerusalemer Religionsschule mindestens acht Menschen getötet worden. Drei Talmud-Schüler wurden schwer verletzt. Ein bewaffneter Palästinenser stürmte am Abend die Talmudschule, feuerte wahllos auf Studenten und richtete ein Blutbad an, wie Jerusalems Polizeichef Aharon Franco...
Protest vor Merkel-Besuch
In der Knesset ist eine Diskussion darüber entbrannt, ob Angela Merkel dort ihre Ansprache auf Deutsch halten darf. Die Bundeskanzlerin will am 16. März mit einer großen Delegation nach Israel reisen. Anlass ist das 60-jährige Bestehen des jüdischen Staates. "Der Klang der deutschen Sprache in der Knesset-Vollversammlung beleidigt mein Ohr"...
2 IDF Soldaten im Gaza getötet
Bei den Kämpfen gegen die Hamas-Terroristen im Gaza wurden 2 IDF-Soldaten getötet und sechs weitere erlitten leichte bis mittelschwere Verletzungen. Die israelischen Streitkräfte hatten mit einer militärischen Operation Freitag Nacht in der Nähe der Stadt Sajaiya im Norden des Gaza auf den anhaltenden Terror reagiert.
An der Schwelle im Süden
Als Verteidigungsminister Ehud Barak gestern seinen Freund und unmittelbaren Vorgänger als Generalstabschef, Dan Shomron, würdigte, nannte er ihn „einen der mutigsten und zur gleichen Zeit besonnensten Architekten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte“.
„Antizionismus als Form von Rassismus“
Seit Jahrzehnten gibt es eine Vielzahl von Diskursen darüber, dass jene, die Israel kritisieren, weil sie ihr Land lieben und an dessen erhabenen, faszinierenden und gerechten Ideale glauben, dafür an den Pranger gestellt und von Rechten als Selbsthasser, Antisemiten und Zerstörer des Zionismus beschimpft werden. Nun kann man auf eine neues Phänomen treffen ...
Israel zittert vor Barack Obama
Senator Barack Obama gewinnt auch die Vorwahlen unter den Demokraten im Ausland. Dies ist der 11. Sieg über seine Konkurrentin Hillary Clinton in Folge. In Israel wird Obamas Siegeszug mit grösster Besorgnis mitverfolgt. In Israel sind die Meinungen zum demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten Barack Obama gemacht: «Obama ist offenbar ein Muslim...
Shekel-Scheine erhalten neues Gesicht
Die israelische Währung wird bald ein neues Gesicht zeigen – und zwar buchstäblich. So hat die Bank of Israel entschieden, die Banknoten des Shekels bis 2001 grundlegend umzugestalten. Ausserdem soll es in Zukunft einen 500-Shekel-Schein geben. Die erste Entscheidung der Bank ging dahin, die Bilder früherer Präsidenten und Ministerpräsidenten durch Abbildungen zu ersetzen...
Livni unterrichtet diplomatisches Corps
Israels stellvertretende Ministerpräsidentin und Außenministerin Tzipi Livni hat am Mittwoch das diplomatische Korps am Grenzübergang Erez empfangen, um es über die Situation im Gaza-Streifen zu informieren. Der Kommandant der Gaza-Division der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL), Brigadegeneral Moshe Tami...
Israel wird nicht fortbestehen
Der iranische Staatspräsident Mahoumd Ahmadinejad hat auf der Fortsetzung des iranischen Atomprogramms beharrt und dabei einmal mehr Israels Existenzrecht bestritten und seinen Untergang vorhergesagt. Israels Regierungschef Ehud Olmert hat in Berlin für einen Paukenschlag im Iran- Konflikt genutzt. Er drohte der Iran indirekt mit militärischen Schritten.
Zurückhaltung ist nicht möglich
Auch heute Vormittag sind bereits wieder zwei Kassam-Raketen im westlichen Negev gelandet, die von palästinensischen Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen abgeschossen wurden. Der Kassam-Raketenbeschuss auf Sderot und die umliegenden Gemeinden hört nicht auf, und er fordert einen hohen Preis an Blut und Schrecken. Die Verantwortung für den Beschuss aus Gaza...
Israelis fordern harsche Vergeltung
Angesichts der anhaltenden Raketenangriffe militanter Palästinenser werden in Israel Rufe nach härteren Vergeltungsmassnahmen laut. Ein Teil des Gazastreifens sollte «von der Landkarte getilgt» werden, forderte Kabinettsminister Meir Schitrit. Bei einem Raketenangriff auf die Grenzstadt Sderot wurden am Samstag zwei Brüder im Alter von acht...
Zeev Sternhell erhält Israel-Preis
Zeev Sternhell, Professor an der Hebräischen Universität Jerusalem, erhält den diesjährigen Israel-Preis für Politische Wissenschaften. Dies teilte Erziehungsministerin Yuli Tamir gestern mit. Der Politologe wird mit dieser Auszeichnung als „einer der landes- und weltweit herausragenden Forscher auf dem Feld des politischen Denkens“ geehrt...
Gesetzentwurf zur Förderung von Organspenden
Die Knesset hat in erster Lesung einen Gesetzentwurf verabschiedet, der die Abgabe von Organspenden erheblich steigern wird. Diese ist bislang im religiösen Sektor äussert selten, da unter rabbinischen Autoritäten kein Konsens hinsichtlich der Definition von „Gehirntod“ besteht...
Müssen Juden immer Blut aufwischen?
Hätte Israel in den letzten Jahren auf Europa gehört, hätte dies hunderte Leben gekostet. Es schien ein ganz alltäglicher Fall von „Blutbad-Business as usual“ zu sein, als palästinensische Selbstmord-Terroristen am Montag wieder einmal tapfer eine Frau in die Luft sprengten und elf andere Menschen schwer verletzten. Die Hamas jubelte...
"Scientology nutzt Not der Menschen in Sderot"
Die Scientology-Organisation will offenbar einen Vorteil aus der Lage in der raketengeplagten Stadt Sderot ziehen. Eine Gruppierung bietet Sozialarbeitern ihre ehrenamtlichen Dienste an. Nach ihren Angaben basiert diese Arbeit auf einer Schrift von Scientology-Gründer L. Ron Hubbard - "Der Weg zum Glücklichsein"...
Knappe Mehrheit für Olmert
Die Knesset hat sich trotz des Winograd-Berichtes mit knapper Mehrheit hinter Israels Premier Ehud Olmert gestellt. In einer symbolischen Abstimmung nahm das Parlament am Montag dessen Rede zum Zweiten Libanonkrieg mit 59 zu 53 Stimmen an, zudem gab es eine Enthaltung. Der Bericht der Winograd-Kommission sieht die "verpasste Chance"...
Nach Attentat denkt Israel an neuen Zaun
Mehr als ein Jahr gab es in Israel keinen Selbstmordanschlag mehr. Am Montag war Dimona in Südisrael das Ziel. Die Täter kamen möglicherweise über die offene Grenze im Gazastreifen. Eine Israelin ist am Vormittag ums Leben gekommen, als ein Selbstmordattentäter sich in einem Geschäftszentrum in der Negev-Stadt Dimona in die Luft sprengte...
Stolze Israelis
Auch in Anbetracht der erbitterten Diskussion, die sich an der Bekanntgabe des Rechtsberaters der Regierung Mani Mazuz, das Verfahren gegen die an den Ereignissen vom Oktober 2000 Beteiligten einzustellen, entzündet hat, empfiehlt es sich, die Umfrage zum Patriotismus in Israel zu betrachten, die letzte Woche auf der Herzliya-Konferenz vorgestellt wurde.
Israel erbost über Äusserung Erdogans
In der Beziehung zwischen Israel und der Türkei sind in den vergangenen Tagen Spannungen aufgetreten. Der türkische Premierminister Tayyid Erdogan hatte am Dienstag gesagt, dass bei jedem Anschlag der israelischen Armee (IDF) Dutzende von Palästinensern stürben, während bisher kein Israeli durch eine Kassam-Rakete getötet worden sei...
Israels Stellungnahme vor der UNO
Gilad Cohen, politischer Berater und Interimsgeschäftsträger der Ständigen Vertretung Israels bei den Vereinten Nationen, hat am Dienstag auf einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats zur humanitären Situation im Gaza-Streifen Israels Position dargelegt. „Die heutige Situation in der Region ist nicht über Nacht eingetreten...
Aussenminister-Besuch in Sderot
Israels Aussenministerin Tzipi Livni hat am Montag gemeinsam mit ihrem niederländischen Amtskollegen Maxime Verhagen die von dem ständigen Raketenbeschuss aus dem Gaza-Streifen geplagte südisraelische Kleinstadt Sderot besucht. In der anschliessenden gemeinsamen Pressekonferenz verurteilte Verhagen das terroristische Regime...
Olmert zur Lage im Süden
Israels Ministerpräsident Ehud Olmert hat am Donnerstag in einer Rede vor dem israelischen Industriellenverband zu dem andauernden Raketenbeschuss aus dem Gaza-Streifen und den Anti-Terror-Operationen der israelischen Armee Stellung genommen...
Es gibt keinen Ersatz
Wie zu erwarten ist, bereitet sich die politische Klasse auf die Veröffentlichung des Abschlussberichts der Winograd-Kommission vor, und wie zu erwarten ist, braucht man die Veröffentlichung des Berichts nicht abzuwarten, um zu wissen, dass die Diskussion sich nicht auf dessen Befunde konzentrieren wird, sondern auf die politischen Positionen der zur Debatte Stehenden...
Kinder leiden an posttraumatischen Störungen
Ein Grossteil der Kinder in Sderot zeigt Symptome von posttraumatischem Stress. Das geht aus einer Studie des "Natal Israel Center für Terror- und Kriegsopfer" hervor, die in den kommenden Tagen veröffentlicht werden soll. Zwischen 75 und 94 Prozent der 4- bis 18-Jährigen weisen Symptome posttraumatischen Stresses auf.
FIBA verleiht "Martin Luther King-Award"
Am Dienstag ist in Jerusalem erstmals der "Martin Luthe -King-Israel-Award" verliehen worden. Die Zeremonie der Organisation "Freundschaft zwischen Israel und Schwarzamerika" (FIBA) fand im Haus des israelischen Präsidenten in Jerusalem statt. "Wir haben nicht nur eine gemeinsame Geschichte, sondern auch eine gemeinsame Zukunft", sagte Staatspräsident Schimon Peres...
Israels Regierung geht auseinander
Zwei Tage nach Beginn neuer Friedensgespräche über die Kernfragen in Nahost hat der rechtsgerichtete israelische Minister Avigdor Lieberman seine monatelangen Rücktrittsdrohungen wahr gemacht. Aus Protest gegen die Verhandlungen Israels mit den Palästinensern legte der 49-jährige Minister für strategische Angelegenheiten am Mittwoch sein Amt nieder...
Besorgt um Israels Sicherheit
Zum Abschluss seiner Visite im Heiligen Land verlas US-Präsident George Bush in Jerusalem eine "Präsidenten-Erklärung". Dieses Papier stellt die neue Grundlage der amerikanischen Nahostpolitik dar. Der Ruf nach dem Ende der israelischen Okkupation seit 1967 kommt darin nur mit Abstrichen vor. Bush entwirft drei parallele Wege...
Israel verzögert Hilfe für Holocaust-Überlebende
Für Israels Regierung wird es peinlich: Der Staatskontrollausschuss des israelischen Parlaments setzt einen staatlichen Untersuchungsausschuss ein, der Missstände um die staatliche Finanzhilfe an Holocaust-Überlebende überprüfen soll. Betroffene sprechen von einem "entwürdigenden" Vorgang. Der Staatskontrollausschuss des israelischen Parlaments setzt einen staatlichen...
Mehrheit der Israelis für mehr Angriffe
Vier Fünftel der Israelis befürworten gezielte Angriffe auf palästinensische Terroristen. Das geht aus einer Umfrage der Universität Tel Aviv hervor.
Dabei sprachen sich 81 Prozent der Teilnehmer dafür aus, dass die israelische Armee mehr militante Palästinenser gezielt tötet. Gegen ein Waffenstillstandsabkommen mit der radikal-islamischen Hamas plädierten...
Ehud Olmert im Neujahrsinterview
Israels Ministerpräsident Ehud Olmert hat der Jerusalem Post zum Beginn des neuen Jahres ein ausführliches Interview gegeben. Hierin äußert er sich u.a. auch zum gegenwärtigen Stand des Friedensprozesses mit den Palästinensern, wobei er die Entwicklungen infolge der Annapolis-Konferenz zuversichtlich einschätzt.
Vehemente Probleme ehemaliger Gaza-Siedler
Etwa 20 Prozent der ehemaligen Gaza-Siedler haben sich seit dem Rückzug in psychologische Behandlung begeben. Dies geht aus einer Studie des Knesset-Unterausschusses für die Belange von Umsiedlern hervor. Die Sozialarbeiterin Ronit Schoham hat die Untersuchung durchgeführt. Sie koordiniert die Sozialleistungen für die Israelis, die im Sommer 2005...
Olmert die Stange halten
Der Abschlussbericht der Winograd-Kommission über das Verhalten der Entscheidungsträger im zweiten Libanonkrieg ist noch nicht veröffentlicht, und schon plädieren einige für den Rücktritt von Ministerpräsident Ehud Olmert. Man kann das Verlangen verstehen, Olmert – wenn auch zu spät – für seine Irrtümer ...
60 Jahre Israel
Die Regierung Israels entschied, dass das zentrale Thema der Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag der Staatsgründung im kommenden Frühjahr die „Kinder Israels“ sein wird. Damit sollen sowohl Eltern als auch öffentliche Einrichtungen dazu ermuntert werden, das Wohlergehen und die Sicherheit von Kindern zu steigern.