Palästinensischer Terror 2006

Kassam-Rakete der Hamas vor dem Abschuss auf Sderot (Quelle: Al-ArabiyTV, 14. Juli 2006 Intelligence and Terrorism Information Center at Israel Intelligence' Heritage & Commemoration Center)

Das „Intelligence and Terrorism Center“ hat unter der Leitung von Dr. Reuven Ehrlich einen zusammenfassenden Bericht über die Art und das Ausmaß des palästinensischen Terrors im Jahr 2006 verfasst.

Der Bericht beinhaltet eine ausführliche Darstellung sowie umfassendes statistisches Material über die Aktivitäten palästinensischer Terrororganisationen im vergangenen Jahr. Darüber hinaus werden die israelischen Maßnahmen zur Bekämpfung und Prävention terroristischer Anschläge erläutert und eine topographische Übersicht der terroristischen Infrastruktur in den palästinensischen Autonomiegebieten skizziert. Die Unterstützung der Hisbollah und verschiedener palästinensischer Terrororganisationen durch den Iran und Syrien wird thematisiert und die Ereignisse an der israelisch-libanesischen Grenze analysiert.

Die Hauptschlussfolgerungen lauten:

Eine Reduzierung der ausgeführten Angriffe mit terroristischem Hintergrund.
Im Jahr 2006 ist mit Ausnahme von Raketenangriffen, die absolute Anzahl an terroristischen Anschlägen zurückgegangen. Diese Entwicklung beschreibt die jährlich, seit dem Höhepunkt 2001, abnehmende Anzahl an terroristischen Anschlägen auf israelische Ziele. Insgesamt gab es 2.135 Anschläge 2006 verglichen mit 2.365 im Vorjahr.

Der Sicherheitszaun ist auf einer Länge von 406 Kilometer fertig gestellt worden.
Die Gesamtlänge des Sicherheitszauns soll nach Fertigstellung 790 Kilometer betragen. Im Jahr 2006 wurden der Anlage 106 Kilometer hinzugefügt. Laut Statistiken der allgemeinen israelischen Sicherheitsbehörde (Shabak) gab es eine signifikante Reduzierung von tödlichen Selbstmordanschlägen seit 2003 mit dem Bau des Sicherheitszauns begonnen wurde.

Zunahme der Aktivitäten palästinensischer Terrororganisationen im Gazastreifen.
Seit der Implementierung des israelischen Abkopplungsplan und dem Gewinn der Parlamentswahlen durch die Hamas, hat sich der Gazastreifen unverändert zum Fokus terroristischer Aktivitäten gegen Israel entwickelt. Die Hälfte aller terroristischen Anschläge 2006 wurde vom Gazastreifen aus durchgeführt. Dabei wurden 8 israelische Bürger getötet und 203 verletzt. Fokus der terroristischen Operationen war das Abfeuern von Raketen. Der schwerste Angriff fand im Juni auf den IDF-Stützpunkt Keren Shalom statt, bei dem der Gefreite Gilat Shalit entführt und zwei weitere Soldaten getötet wurden.

Art der Terroranschläge.
Das Abfeuern von Raketen aus dem Gazastreifen war der bevorzugte Modus Operandi der palästinensischen Terrororganisationen. Die meisten Raketen waren lokal produzierte Kassam-Modelle mit einer Reichweite von 9-12 Kilometern. Des Weiteren wurde eine Anzahl von Standard 122mm Raketen abgefeuert, die in den Gazastreifen geschmuggelt wurden. Insgesamt wurden 2006 831 Raketen auf Ziele im Süden Israels abgefeuert (2005: 222; 2004: 268).
Palästinensischen Terrororganisationen und die libanesische Hisbollah haben 2006 drei israelische Soldaten entführt. Die Entführungen haben die Freipressung von palästinensischen und libanesischen Gefangenen zum Ziel. Den drei entführten Soldaten wurden bisher jegliche Menschenrechte vorenthalten. Das Rote Kreuz durfte die Gefangenen nicht besuchen und es wurden keine Lebenszeichen der Entführten an Israel übermittelt.

Die Zahl der Selbstmordanschläge ist wie in den vergangenen Jahren weiter zurückgegangen, ein Trend, der seit der Operation „Schutzwall“ 2002 begonnen hat. 2006 gab es vier Selbstmordanschläge (2005: 7; 2004: 14), bei denen 15 Personen getötet und 104 verletzt wurden. Drei Selbstmordanschläge wurden vom Palästinensischen Islamischen Dschihad ausgeführt (darunter zwei auf dasselbe Restaurant am Busbahnhof). Ein Anschlag ging auf das Konto der Fatah. Die Hamas führte 2006 keine Selbstmordanschläge aus.

Im Gegensatz zur tatsächlichen Fähigkeit Selbstmordanschläge zu verüben, wurde ein Anstieg der Motivation, solche auszuführen, von den israelischen Sicherheitsbehörden registriert. Dies wird durch die Festnahme von 279 potentiellen Selbstmordattentätern durch die israelischen Sicherheitsorgane im Westjordanland dokumentiert (ein Anstieg der Festnahmen um 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr).

Die Anzahl der bewaffneten Angriffe auf israelische Ziele nahm 2006 ebenfalls deutlich ab. So wurden im vergangenen Jahr 608 bewaffnete Angriffe auf israelische Zivilisten und Soldaten (2005: 1.170) registriert. Dabei wurden zwei Zivilisten und vier Soldaten getötet.

Finanzierung von Terror and Waffenschmuggel
Der ununterbrochene externe und interne Zufluss an Geldern für die Terrororganisationen ermöglichte es den Organisationen, ihre terroristische Infrastruktur auszubauen, operative Kräfte zu bezahlen und für Trainingszwecke ins Ausland zu schicken, Waffen und Kampfmittel anzuschaffen sowie Angriffe und Anschläge auf israelische Ziele zu finanzieren.

Der vollständige Bericht hier...

Jewish News Service 2007

zum Seitenanfang

Weitere Berichte:

zum Seitenanfang

Palästinensische Terrorgruppen

Bildquelle: IDF

Terrororganisationen beenden Waffenpause

Am 29. Juni 2003 haben die radikalislamischen Palästinensergruppen Hamas und Islamischer Jihad eine „Hudna“ ausgerufen. Die befristete Waffenpause wurde mit der Abbas-Regierung und unter ägyptischem Druck ausgehandelt. Am 21. August 2003 haben die beiden Terrorgruppen die "Hudna" aufgekündigt. In dem Zeitraum führten palästinensische Extremisten 240 Terroranschläge gegen Israelis durch, 145 mit Schusswaffen. 27 Israelis wurden getötet und 160 verletzt. Israelischen Sicherheitskräften gelang es, 50 Anschläge zu vereiteln und 230 Terroristen, darunter 20 Selbstmordattentäter, zu verhaften.

"...die Nationen im Nahen Osten müssen einen von zwei Wegen einschlagen: entweder man geht den Weg der sinnlosen Gewalt weiter und unterwirft somit die Menschen den Konsequenzen, die sich daraus ergeben. Oder man wählt einen neuen Weg, der Terror, Gewalt und die Anstiftung hierzu verurteilt und stattdessen auf Frieden, Koexistenz und Kooperation setzt." Ariel Sharon:
Rede des Ministerpräsidenten Ariel Sharon in der Knesset anlässlich der ersten Sitzung nach der Sommerpause, Jerusalem, 20. Oktober 2003 (Auszüge)

Die "Islamische Widerstandsbewegung" Hamas

Wappen des Hamas

"Israel existiert und wird weiter existieren, bis der Islam es ausgelöscht hat, so wie er schon andere Länder vorher ausgelöscht hat." Präambel der Charta der "Islamischen Widerstandsbewegung" (HAMAS)
Die Charta der "Islamischen Widerstandsbewegung" (HAMAS)

Der Palästinensische Islamische Jihad (PIJ)

Wappen des PIJ

Der Palästinensische Islamische Jihad (PIJ) ist die radikalste Organisation, die in den palästinensischen Gebieten tätig ist. Sie wurde im Jahre 1981 von zwei islamistischen Aktivisten im Gaza-Streifen, Dr. Fathi 'Abd Al-'Aziz Shiqaqi, einem Arzt aus Rafah, und Shaykh 'Abd Al-Aziz 'Awda, einem Prediger aus dem Flüchtlingslager von Jabaliyya, gegründet.

Der Palästinensische Islamische Jihad (PIJ), von Meir Litvak, Moshe Dayan Center für Nahost- und Afrika-Studien, Tel-Aviv Notes, Nr. 56, 28.11.2002. Jaffee Center für Nahost- und Afrika-Studien, Universität Tel Aviv

Die Haltung der israelischen Regierung

Das Streben nach Frieden und der erbarmungslose Kampf gegen den Terror. – Das sind die Grundsätze der israelischen Regierung.
Israel hat seit jeher dem Terror den Kampf angesagt, immer und überall. Israel wird den Terror weiter bekämpfen, als ob es keinen Friedensprozess gäbe, und wird die Friedensgespräche weiterführen, als ob es den Terrorismus nicht gäbe.
Die Ausbreitung des mörderischen islamischen Fundamentalismus ist eine Gefahr für den Nahen Osten und die gesamte freie Welt. Die fundamentalistischen Organisationen bedrohen viele Regime im Nahen Osten.
An der Spitze der Front gegen den Frieden mit dem Staat Israel stehen "Hamas" und der "Islamische Jihad", die nicht unversucht lassen, um den Friedenprozess zu sabotieren. Damit stellen die beiden Organisationen, die auch in anderen Ländern der Region aktiv sind, die Hauptbedrohung für den Frieden im Nahen Osten dar.
Die "Hamas"-Bewegung und der "Islamische Jihad" haben bis heute das Existenzrecht Israels NICHT anerkannt. Im Gegenteil: Sie sehen es als ihre Hauptaufgabe an, mittels des "Jihad" (Heiliger Krieg) den Staat Israel zu vernichten.
Jeder Staat hat das Recht auf Selbstverteidigung, und die israelische Regierung sieht es als ihre Pflicht an, das Leben ihrer Bevölkerung zu schützen.

Druckbare Version
Palästinensische Terrorgruppen
Eine Region unter Beschuss